Du hast vielleicht schon mal von Buffets gehört, aber das hier? Das ist ein kulinarisches Abenteuer, eine Reise durch die gesamte schwedische Küche – und alles, was du dafür tun musst, ist, deinen Teller immer wieder neu zu füllen. Also schnapp dir eine Gabel (und vielleicht einen extra großen Teller), und mach dich bereit für ein wahres Fest der Sinne!
Smörgåsbord Tipp: Geh nicht mit dem Anspruch an das Buffet, alles probieren zu müssen. Such dir lieber mehrere kleine Runden aus, in denen du jeweils bewusst wenige Dinge auswählst. So hast du mehr Genuss und weniger das Gefühl, dich durchkämpfen zu müssen.
Wenn du schwedisches Essen allgemein besser kennenlernen möchtest, passt Köttbullar genießen wunderbar dazu. Für den süßen Teil deines Tages sorgen Schwedische Fika erleben und Restaurant Besuche in Schwedischen Großstädten.
Was ist ein Smörgåsbord? Ein schwedisches All-you-can-eat mit Stil
Stell dir vor: Du betrittst ein Restaurant, und vor dir erstreckt sich ein Tisch, der wie das kulinarische Äquivalent eines schwedischen Nationalfeiertags aussieht. Auf diesem Tisch türmen sich Fisch, Fleisch, Brot, Käse, Salate und süße Leckereien. Es ist wie Weihnachten, Ostern und Mittsommer in einem. Aber Vorsicht! Ein Smörgåsbord ist kein gewöhnliches Buffet. Hier gibt es Regeln – und die Schweden nehmen diese ernst! Also, bevor du losstürzt und dein Teller überquillt, atme tief durch und lies weiter, um das volle Potenzial dieses schwedischen Essensrituals zu entfalten.
Regel Nummer 1: Schicht für Schicht genießen
Beim Smörgåsbord läuft nichts nach dem Prinzip „alles auf einmal“. Nein, die Schweden haben das Essen perfektioniert und in mehrere Runden aufgeteilt. Du startest mit den kalten Gerichten, meistens Fisch. Hier kommt der berühmte schwedische eingelegte Hering (auf Schwedisch: Sill) ins Spiel. Und glaub mir, dieser Hering ist eine ernste Sache. Es gibt ihn in unzähligen Variationen – mit Senf, Dill, Zwiebeln, oder, wenn du mutig bist, auch in saurer Sahne. Kombiniere den Hering immer mit etwas Brot und Butter, und schon bist du mitten in der schwedischen Essenskunst.
Regel Nummer 2: Nimm den Schnaps nicht zu früh
Ja, zum Smörgåsbord gehört auch ein kleines Gläschen Schnaps, der sogenannte Schnapsvisa. Aber aufgepasst! Der Schnaps ist nicht nur dazu da, um dich frühzeitig ins Bett zu schicken. Er soll die Aromen der Speisen hervorheben – zumindest behaupten das die Schweden. Warte also, bis du den ersten Hering gegessen hast, bevor du zum Schnaps greifst. Außerdem gibt es zu jedem Schnaps ein fröhliches Lied, das du mitsingen kannst. Keine Sorge, nach zwei Gläsern kennst du den Text ganz automatisch!
Regel Nummer 3: Keine Eile – der Smörgåsbord ist ein Marathon
Nun geht es weiter zu den warmem Gerichten. Hier wird es richtig deftig. Du findest Fleischbällchen (Köttbullar), Kartoffelauflauf (Janssons Versuchung), Braten, Würstchen und all die Dinge, bei denen du dich fragst, wie du jemals wieder aufstehen sollst, wenn dein Teller leer ist. Und das Beste? Es ist noch nicht vorbei. Das Smörgåsbord ist ein Marathon, kein Sprint. Nimm dir Zeit, genieße jeden Bissen, und denk daran: Niemand wird dich schief ansehen, wenn du ein zweites (oder drittes) Mal Nachschlag holst.
Regel Nummer 4: Süßes Finale
Nachdem du dich durch Fisch, Fleisch und Kartoffeln gekämpft hast, denkst du vielleicht: „Das war’s.“ Aber nein, jetzt kommt das Dessert! Auch die Schweden haben eine süße Seite. Du wirst Zimtschnecken, Prinzessinnentorte, und, wenn du Glück hast, den berühmten schwedischen Käsekuchen (Ostkaka) finden. Aber vergiss nicht den Ostbricka, den Käseteller. Denn was wäre ein echtes Smörgåsbord ohne eine ordentliche Portion Käse zum Abschluss?
Smörgåsbord und Fika – Der doppelte Genuss
Während das Smörgåsbord seine eigene Kunst ist, darfst du auf keinen Fall die schwedische Kaffeepause, die Fika, vergessen. Und ja, du kannst nach dem Smörgåsbord noch eine Fika haben. Die Schweden sehen Essen nicht als Pflicht, sondern als Vergnügen. Also schnapp dir eine Tasse Kaffee und ein süßes Gebäck, wenn du das Restaurant verlässt – schließlich hast du dir das verdient, oder?
Kleine Smörgåsbord-Knigge für Anfänger
Bevor du nun losstürmst und die erste Platte leerräumst, hier ein paar Insider-Tipps:
- Fang klein an. Der Smörgåsbord ist eine Reise, und du willst dich nicht schon nach der ersten Runde wie eine vollgestopfte Weihnachtsgans fühlen. Nimm kleine Portionen und komm später wieder.
- Mische nicht alles durcheinander. Die Schweden haben die Reihenfolge der Gerichte nicht ohne Grund festgelegt. Eingelegter Hering und Fleischbällchen auf demselben Teller? Das könnte für schiefe Blicke sorgen. Halte dich an die Etappen.
- Brot ist dein Freund. Beim Smörgåsbord ist Brot immer griffbereit, und das aus gutem Grund. Es hilft, die Aromen zwischen den Gängen zu neutralisieren. Außerdem ist schwedisches Brot einfach lecker.
- Hab keine Angst vor dem Schnaps. Ja, er kann stark sein, aber er gehört dazu. Ein kleiner Schluck zwischendurch – und vielleicht ein kleines „Skål!“ – bringt dich in die richtige Stimmung.
Die Smörgåsbord-Historie – Woher kommt der Spaß?
Du fragst dich vielleicht, woher dieser grandiose Schmaus eigentlich stammt. Ursprünglich war das Smörgåsbord ein einfaches Buffet für Reisende, die schnell etwas essen wollten, bevor sie ihre Reise fortsetzten. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich daraus eine Art kulinarisches Ritual entwickelt. Heute gehört das Smörgåsbord zu jeder größeren Feier – ob Weihnachten, Mittsommer oder ein gemütliches Abendessen im Restaurant. Kurz gesagt: Du kannst Schweden nicht verlassen, ohne einmal Smörgåsbord gegessen zu haben.
Fazit: Der Smörgåsbord ist mehr als nur ein Buffet
Ein Smörgåsbord ist nicht nur eine Mahlzeit, es ist ein Erlebnis, eine Tradition und eine Art, die schwedische Kultur in ihrer köstlichsten Form kennenzulernen. Hier geht es nicht darum, schnell den Bauch vollzuschlagen, sondern darum, die verschiedenen Geschmäcker und Aromen zu genießen. Jeder Bissen ist ein kleines Stück Schweden auf deinem Teller. Also, worauf wartest du noch? Schnapp dir deinen Teller, geh in die Schlacht der Gerichte und genieße das volle Smörgåsbord-Erlebnis.
Skål! Und guten Appetit!



